Drei Girard-Turbinen

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175 l/s ≅ 10 kW ≅ 13 PS
reguliert die Wasserdurchflussmenge
⌀ 40 cm
Rückfluss in den Wissenbach
    ⌀ 30 cm
    in den Wissenbach
reguliert den Leitapparat
    Umlenkgetriebe
    Turbinenachse — äusseres Seil-Laufrad
    8,5 m
    vom Oberwasserkanal zur Turbine
    Verbindung von
    Turbine zu Winkelgetriebe
    Verbindung vom
    Handrad zum Leitapparat
Aussenrad
    zum Öffnen und Schliessen
    des Grundablass-Deckels

    Die Turbine wird immer über dem Unterwasserspiegel angeordnet. Die Regelung erfolgte durch teilweises Abdecken der Laufradschaufeln.
    Bei der Turbine im Neuthal werden höchstens fünfzehn der 60 Laufrad Kammern zugleich mit Wasser angeströmt.
    Zur Regelung mit dem grossen Handrad wird diese Zahl vermindert, indem Leitkanäle durch einen Schieber, den Leitapparat, abgedeckt werden.
Erfinder
Louis Dominique Girard (1815-1871), französischer Wasserbau- und Hydraulik-Ingenieur. Sein Leben ist eher unbekannt. Wir wissen, dass er ohne Lehrer gebildet wurde, als Autodidakt. Er baute seit 1851 Gleichdruck Turbinen mit Voll- und Teilbeaufschlagung. Girard, ein Freund und Kollege von Léon Foucault, zeichnete sich vor allem durch seine Arbeit mit Impulsturbinen aus. 1856 verbesserte er die Jonval-Turbinen, die damals üblich waren. In einem 1857 eingereichten Patent beschreibt Girard seine Philosophie. Er möchte Arbeitsteilung leisten und die Moral des Arbeiters wieder herstellen, indem er die treibende Kraft zu Hause verteilt. Dafür stellt er sich vor, Wasser unter einem Druck von 5 bis 6 Atmosphären zu verteilen. Diese Ideen führen dazu, dass er Turbinen für niedrige oder hohe Stürze untersucht.